Am 1. August 2026 hat AssetTiger jeden kostenlosen Tarif in eine 30-tägige Testphase umgewandelt. Die Testphasen enden am 31. August 2026. Konten, die bis dahin kein Upgrade haben, wechseln in den Nur-Lesen-Modus: Die Daten bleiben gespeichert, aber wer damit arbeiten will (Objekte anlegen, Datensätze bearbeiten, Geräte ausgeben und zurücknehmen), braucht einen bezahlten Tarif. Angekündigt wurde das per E-Mail an die Nutzer des kostenlosen Tarifs. Ein öffentliches Banner auf der Website gibt es nicht, und so werden es viele Teams auf die harte Tour erfahren, wenn die Testphase abläuft.
Liegt Ihr Inventarverzeichnis in einem kostenlosen AssetTiger-Konto, haben Sie bis Ende August Zeit zu entscheiden, wie es weitergeht.
Der Zeitplan
| Datum | Was passiert |
|---|---|
| Bis 1. August 2026 | Kostenlose Tarife laufen wie bisher |
| 1. August 2026 | Jeder kostenlose Tarif wird zur 30-Tage-Testphase; im Konto erscheint ein Angebot mit 50 % Rabatt auf das erste Jahr |
| 31. August 2026 | Die Testphasen enden; der Rabatt gilt automatisch für Konten, die upgraden |
| Nach dem 31. August 2026 | Konten ohne bezahlten Tarif wechseln in den Nur-Lesen-Modus; die Daten bleiben gespeichert |
Nicht vergessen: Das ist schon der zweite Schnitt in Folge. Vorher war der kostenlose Tarif bereits auf 2 Nutzer und 5 benutzerdefinierte Felder gestutzt, die E-Mail-Benachrichtigungen gedeckelt. Die Änderung im August bringt das zu Ende. Zu stutzen gibt es nichts mehr.
Was „Nur-Lesen“ in der Praxis heißt
Die Ankündigung klingt bewusst beruhigend: „Ihre Daten bleiben sicher, und Sie können jederzeit upgraden, wenn Sie es sich anders überlegen.“ Beide Hälften scheinen zu stimmen. Keine davon heißt, dass Ihr Betrieb weiterläuft.
Nur-Lesen heißt, das Verzeichnis friert ein. Niemand bucht mehr ein Gerät aus oder trägt eine Reparatur ein, und die Laptops für die neuen Kolleginnen und Kollegen im September kommen nie hinein. Für ein Inventarverzeichnis ist eingefroren gleich kaputt: Nach ein paar Wochen passt das, was auf dem Bildschirm steht, nicht mehr zur Wirklichkeit, und die Lücke wächst nur weiter.
Eines sagt die Ankündigung nicht ausdrücklich: ob der Export im Nur-Lesen-Modus weiter funktioniert. Vielleicht ja. Die Inventarhistorie eines Unternehmens würde ich nicht auf ein „vielleicht“ setzen. Mehr dazu in der Checkliste unten.
Warum das passiert: Folgen Sie dem Geld für die Etiketten
AssetTiger ist kein eigenständiger Softwarehersteller. Gebaut wird es von MyAssetTag.com, einem Hersteller von Inventaretiketten und -schildern; die Website von AssetTiger selbst nennt MyAssetTag als Mutterorganisation. Jahrelang war der Handel einfach: Die Software ist kostenlos, das Etikettengeschäft, das sie füttert, nicht.
Und dieses Geschäft bringt echtes Geld. Ein Blick in die Katalogpreise von MyAssetTag: Einfache Vinyl- und Polyesteretiketten kosten in großen Mengen etwa 0,18 bis 0,28 US-Dollar pro Stück (in kleinen Packungen rund 1 US-Dollar), laminiertes Polyester in kleinen Mengen bis zu 2,64 US-Dollar pro Stück, und eloxierte Aluminiumschilder liegen zwischen etwa 0,40 US-Dollar in großen Mengen und etwa 3 US-Dollar pro Stück im 100er-Pack. Etikettieren Sie einen Bestand von 500 Objekten, haben Sie allein für Aufkleber mehrere hundert US-Dollar ausgegeben, und der Kauf wiederholt sich, weil gedruckte Etiketten Verbrauchsmaterial sind. Sie verkratzen, verblassen, lösen sich ab, und jedes neue Objekt braucht ein frisches.
Dazu hat das Etikettieren mit Aufklebern eine natürliche Obergrenze. Ein Vinyl- oder Polyesteretikett hält im echten Einsatz selten lange: Draußen, unter Sonne und Reinigungsmitteln, verblasst der Druck und der Kleber gibt binnen ein, zwei Jahren nach, oft schneller. Metall hält länger, kostet aber mehr, und die aufgedruckten Daten lassen sich bei beiden nie mehr ändern. NFC-Tags dagegen sind passiv, brauchen keine Batterie und sind auf ein Jahrzehnt und mehr Einsatz und rund 100.000 Schreibvorgänge ausgelegt: Die Daten liegen im System, nicht in der Druckfarbe. BLE-Beacons bringen jahrelangen Betrieb mit Batterie und dazu die Suche per Funk. Ein Ökosystem, das seine Marge mit nachgedruckten Aufklebern verdient, hat wenig Grund, Sie zu Tags zu lotsen, die Sie einmal kaufen. Wählen Sie ein Etikettierverfahren für das nächste Jahrzehnt, fangen Sie beim Material und bei der Umgebung an, nicht bei dem, was der Etikettenladen verkauft. Genau diese Entscheidung geht unser Praxisleitfaden Inventar richtig etikettieren durch.
Das Seltsame daran: Das Etikettengeschäft ist nirgendwohin verschwunden, und trotzdem hat die Firma die kostenlose Software eingestellt, die es gefüttert hat. Vom alten Handel aus Gratis-App und bezahlten Aufklebern bleibt damit nur die zweite Hälfte: Die Software kostet jetzt Geld, und Verbrauchsmaterial bleibt Verbrauchsmaterial.
Ihre drei Optionen
1. Bleiben und zahlen
Eine Option, über die kaum jemand schreibt: Deckt AssetTiger mit Verfolgung und Prüfung alles ab, was Sie brauchen, ist Bleiben vernünftig. Ihre Daten sind schon drin, Ihr Team kennt das Werkzeug, und im Konto wartet ein Angebot mit 50 % Rabatt auf das erste Jahr. Prüfen Sie vor der Zusage, was die Verlängerung im zweiten Jahr kostet, und vergewissern Sie sich, dass die Grenzen, die schon im kostenlosen Tarif gestört haben (benutzerdefinierte Felder, E-Mail-Benachrichtigungen), im gewählten Tarif wirklich fallen.
2. Zu UNIO24 wechseln
Wenn Sie ohnehin das Portemonnaie öffnen, vergleichen Sie, was Sie für das Geld bekommen. UNIO24 ist eine vollständige Plattform für die Inventarverwaltung mit Wartung, Arbeitsaufträgen, Servicetickets, IT-Inventar, Lizenzen und Auswertungen, alles auf demselben Inventarverzeichnis. Für Umsteiger von AssetTiger zählen drei Dinge am meisten:
- Kostenlos bis 50 Objekte, ohne ablaufende Testphase. Kleinere Verzeichnisse ziehen um und zahlen weiterhin nichts. Das ist die vollständige Plattform, kein abgespeckter Tarif.
- Die Lagerverwaltung gehört zum Standardtarif. Für Verbrauchsmaterial und Bestände zahlen Sie kein Zusatzmodul extra.
- Unser Team zieht Sie persönlich um. Wir sehen uns Ihren AssetTiger-Export gemeinsam an, ordnen die Felder zu, importieren und prüfen das Ergebnis, bevor Ihr Team umschaltet. Ihre vorhandenen QR- und Barcode-Etiketten scannen weiter: Die importierten Etiketten-IDs hängen an Ihren Objekten, ein neuer Etikettierdurchgang entfällt.
Den Vergleich Funktion für Funktion finden Sie unter UNIO24 im Vergleich mit AssetTiger.
3. Nichts tun
Auch das geht, solange Sie es mit Absicht tun. Am 1. September friert Ihr Verzeichnis ein, und die Kosten sehen Sie zunächst nicht: Die Daten veralten bloß. Die echte Rechnung kommt später, bei der nächsten Inventur oder bei der nächsten Frage im Firmenchat, wer gerade den Beamer hat. Wenn Sie hier landen, machen Sie vorher wenigstens den Export unten, damit aus Nichtstun später nicht Alles-Verlieren wird.
So exportieren Sie Ihre Daten aus AssetTiger (vor dem 31. August)
Egal, wofür Sie sich entscheiden, auch wenn Sie bleiben: Holen Sie eine vollständige Kopie Ihrer Daten heraus, solange das Konto voll aktiv ist.
- Objekte als CSV exportieren, und zwar mit den Spalten der benutzerdefinierten Felder. Aus dieser Datei importiert jedes künftige System.
- Die Spalte mit der Etiketten- oder Barcode-ID mitnehmen. Sie verbindet Ihre physischen Etiketten mit den Datensätzen im neuen System, ohne dass irgendetwas neu etikettiert werden muss.
- Fotos und Dokumente separat herunterladen. Dateianhänge stecken nicht in einer CSV-Datei. Holen Sie sie, solange der Download eine Gewissheit ist und keine Hoffnung.
- Die Zusatzlisten exportieren (Personen, Standorte, Lagerorte, Kategorien), damit die Struktur des Verzeichnisses überlebt und nicht nur die Objektzeilen.
Mit dreißig Minuten Export heute halten Sie sich die Entscheidung für später offen.
Häufige Fragen
Was geht mit einem AssetTiger-Konto nach dem 31. August 2026 noch?
Ansehen ja, arbeiten nein. Konten ohne bezahlten Tarif stehen nach dem Ende der Testphase im Nur-Lesen-Modus: Die Datensätze bleiben sichtbar, aber Objekte anlegen, bearbeiten, ausgeben und zurücknehmen geht nicht mehr. Versuchen Sie zuerst den CSV-Export, denn ob er im Nur-Lesen-Modus funktioniert, hat AssetTiger nicht ausdrücklich gesagt. Klappt er nicht, bleibt das Upgrade, mit dem Sie laut Mitteilung jederzeit wieder vollen Zugriff bekommen.
Löscht AssetTiger meine Daten, wenn die Testphase endet?
Laut der Mitteilung, die AssetTiger an die Nutzer des kostenlosen Tarifs gemailt hat, bleiben die Daten gespeichert, und mit einem Upgrade bekommen Sie jederzeit wieder vollen Zugriff. Von Löschen ist in der angekündigten Änderung keine Rede. Nur-Lesen ist aber kein voller Zugriff, also halten Sie in jedem Fall eine eigene exportierte Kopie bereit.
Kann ich mit dem CSV-Export einfach in Excel weiterarbeiten?
Als Überbrückung ja, als Dauerlösung kaum. Die Objektliste liegt dann sicher bei Ihnen, aber Fotos und Dokumente fehlen, und jede Ausgabe, jede Reparatur und jedes neue Gerät tragen Sie ab jetzt von Hand nach. Landet beim Doppelklick alles in Spalte A, liegt das am Trennzeichen: Ein deutsches Excel erwartet Semikolons. Öffnen Sie die Datei dann über „Daten > Aus Text/CSV“.
Gibt es eine kostenlose Alternative zu AssetTiger?
UNIO24 ist für Ihre ersten 50 Objekte kostenlos: die vollständige Plattform mit nativen Apps für das Handy, unbegrenzten benutzerdefinierten Feldern und Datenexport, ohne Kreditkarte und ohne ablaufende Testphase. Die Lagerverwaltung gehört zum Standardtarif und ist kein bezahltes Zusatzmodul, und unser Team holt Ihre AssetTiger-Daten persönlich mit herüber. Wie das abläuft, steht im Vergleich von UNIO24 und AssetTiger.
Sie ziehen vor dem Fristende um? Schreiben Sie uns, erwähnen Sie, dass Sie von AssetTiger kommen, und wir gehen Ihren Export gemeinsam durch, von der Feldzuordnung bis zum Import. Die meisten Teams sind am selben Tag fertig.




